Couchtisch mit offenem Buch, einer Tasse Kaffee und einer Pflanze auf einem geschlossenen Buch

Warum „Energie folgt der Aufmerksamkeit" nur die halbe Wahrheit ist

„Where focus goes, energy flows." Kennst du bestimmt. Ich auch und als ich Tony Robbins für mich entdeckt habe, war das einer meiner „aaaaah, deswegen!"-Momente. Endlich eine Erklärung, warum ich mich so oft im Kreis gedreht hatte. Zu zerstreut, zu wenig fokussiert.

Und ja: gezielter Fokus funktioniert. Wenn ich ablenkungsfrei arbeite, Telefon im Flugmodus, keine Benachrichtigungen, dann bin ich wirklich bei einer Sache. Wenn ich meinen Fokus auf das richte, wofür ich dankbar sein kann statt auf das Drama drumherum, geht's mir besser.

Nur: Es stimmt eben nicht immer. Und das hat mich eine Weile ganz schön frustriert.

Das Mindset-Game kennst du bestimmt auch

Ich habe letztes Jahr alles gegeben. Visionboards, tägliche „Powertalks", Dankbarkeitsübungen - manchmal mehrmals am Tag. Das Gesetz der Anziehung, korrekt angewendet, sollte meine Ziele fast von selbst manifestieren.

Das Ende davon: Ich war nicht nur meiner Vision nicht nähergekommen, sondern frustrierter als vorher. Und die naheliegende Frage war natürlich: was mache ich falsch? Alle sagten, genau das sei der Weg.

Warum das so oft nicht funktioniert

Wir sind keine Einfokus-Wesen. Auch wenn wir uns ganz bewusst auf eine Sache konzentrieren, heißt das nicht, dass unbewusste Teile in uns nicht gleichzeitig etwas ganz anderes in den Fokus stellen.

Und genau da liegt der Haken. Alles, was wir verdrängen, wegdrücken, in eine sprichwörtliche dunkle Kammer sperren, das erzeugt ebenfalls ein Resonanzfeld. Nicht nur das, worauf wir bewusst unsere Aufmerksamkeit richten.

In der Persönlichkeitsentwicklungs- und Spiritualitäts-Bubble konzentrieren wir uns fast ausschließlich auf das Schöne. Schmerzvolle Erfahrungen werden zu „Lektionen" umgedeutet, Wut und Trauer gelten als „niedrig schwingende Emotionen", die wir möglichst schnell hinter uns lassen sollen.

Aber was passiert mit dem Schmerz dahinter? Soll ich den wegatmen?

Ein anderer Blick

Mir hat sich das aufgetan, als ich begann, mit Bahar Yilmaz und Jeffrey Kastenmüller zu arbeiten. Nicht nur im Kopf, sondern im Herzen und im Bauch. Manchmal hat's gepiekst. Aber es war das Erste, das sich wirklich wahr angefühlt hat.

Eine Frage, die Bahar und Jeffrey damals stellten, hat mich nicht mehr losgelassen: Was ist das Geschenk dahinter, dass wir nicht morgen alles manifestieren, was wir uns heute wünschen? Die Antwort: Tiefgang. Die Möglichkeit, wirklich zu hinterfragen, ob wir's wollen. Gefühle zu fühlen, die gespürt werden wollen ... auch die unbequemen.

E-Motion. Energy in Motion. Gefühle wollen bewegt werden. Alle. Das bedeutet nicht, dass du darin versinken musst. Aber du darfst dir erlauben, das gesamte Spektrum zu fühlen, statt einen Teil davon wegzusperren ... und dich dann zu wundern, warum der Fokus auf das Positive nicht so zieht wie versprochen.

Was das mit deinem Business zu tun hat?
Alles. Wer seinen Kern wirklich kennt - nicht nur die schöne Zukunftsvision, sondern auch das, was sich bisher falsch angefühlt hat - der kommuniziert anders. Klarer. Echter. Und genau das ist es, was bei den richtigen Menschen ankommt.

Die Frage für dich

Gibt es etwas in deinem Business (oder in dir), das du gerade lieber nicht anschaust?
Nicht als Vorwurf, sondern als ehrliche Einladung zur Neugier.

Wenn du das Gefühl hast, dass da noch etwas wartet

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