Schreibtisch mit Computer von hinten, Strauß Tulpen daneben; im Hintergrund ein Regal mit wenigen Deko-Objekten; ruhige helle Szene

Warum du dir Türen offen hältst und was das wirklich kostet

Es gibt eine Falle, in die fast alle tappen und die so selten beim Namen genannt wird: Du weißt, dass du klarer werden solltest. Du weißt auch, dass dein Content eine Linie braucht. Und trotzdem hältst du dir Türen offen - nicht aus Faulheit, sondern weil Festlegung sich irgendwie anfühlt wie Verlust.

Heute schauen wir genau da rein.

Das kenne ich gut ... und du vielleicht auch

Ich habe es selbst erlebt. Eines meiner Instagram-Profile war einmal gefüllt mit Gesundheitstipps, Mama-Alltag, italienischen Rezepten und halbwegs inspirierenden Zitaten aus der Persönlichkeitsentwicklungsbubble. Frei nach dem Motto: wenn dich das eine nicht interessiert, dann vielleicht das andere.

Es hat alles meinen Interessen entsprochen, das machte mich als Mensch also wirklich auch aus. Und trotzdem hat es sich nach nichts angefühlt, wofür ich wirklich stand.

Ich verstehe also sehr gut, warum du dir sagst: Ich bin doch vielseitig. Ich will mich nicht festlegen. Und was, wenn ich später in eine andere Richtung will?

Diese Gedanken sind nicht falsch. Aber sie kosten dich etwas — und das möchte ich dir heute zeigen.

Offen halten hat nichts mit Freiheit zu tun

Viele Optionen zu haben, fühlt sich nach Freiheit an. Das kann ich absolut nachvollziehen. Vielleicht erzählst du dir sogar etwas von künstlerischer Freiheit ... deiner kleinen Insel in der Online-Welt gewisssermaßen.

Aber wenn jemand auf dein Profil kommt und in fünf Posts nicht versteht, was du tust, dann scrollt er einfach weiter. Nicht weil du nicht gut genug bist, sondern weil er keine Entscheidungshilfe bekommt. "Should I stay or should I go?" Du kennst den Song sicherlich. 😉

Offen halten schützt dich vor Festlegung. Aber es schützt dich auch davor, Verbindung einzugehen. Und meiner Meinung nach entsteht überhaupt erst in der Verbindung die Freiheit, dich so auszudrücken, wie du wirklich bist.

Frag dich: Würde jemand, der heute zum ersten Mal auf dein Profil kommt, in drei Minuten verstehen, wofür du stehst?

Entscheidung schafft Erkennbarkeit

Wenn es nur einen Satz gibt, den du heute mitnimmst, dann bitte diesen:

Eine klare Linie begrenzt dich nicht. Sie macht dich erkennbar.

Wenn du dich entscheidest: Wofür du stehst, wem du hilfst, was der Kern deiner Arbeit ist, dann weiß jemand, ob er bei dir richtig ist. Das ist kein Ausschluss, das ist Klarheit. Und Klarheit lässt die richtigen Menschen zu dir kommen.

Ich geb dir mal zwei Beispiele aus meiner eigenen Arbeit: Ich arbeite mit Frauen und hatte trotzdem schon Anfragen von Männern, die über Kundinnen auf mich aufmerksam geworden sind. Und eine Kundin, die eigentlich ihr Business skalieren wollte, kam auf mich zu, obwohl ich darüber nie gesprochen hatte. Ganz im Gegenteil: Aus meiner Vorstellung wusste sie, dass ich damals Coaches begleitet hatte, ihr Business aufzubauen, nicht zu skalieren. Sie hatte aber eine Verbindung gespürt und die war ihr wichtiger als die Frage, ob ich das "Richtige" anbiete.

Klare Kommunikation dimmt dein Licht also nicht mal im Ansatz ... sie lässt dich leuchten.

Frag dich: Wofür stehe ich — und ist das in meinem Content spürbar?

Kleine Entscheidungen, große Richtung

Du musst nicht alles auf einmal wissen, wirklich nicht.

Die Kundin mit dem Skalierungsthema war nicht nur ein Beispiel dafür, dass Verbindung wichtiger ist als der perfekte Avatar. Sie war auch der Startschuss für etwas, das ich mir so nie hätte ausdenken können.

Ich habe damals entschieden, ein völlig neues Angebot für sie zu bauen. Es war nicht fertig, nicht durchgeplant. Es war eine Entscheidung im Moment, weil ich gespürt habe: ich kann ihr helfen. Und genau dieses Angebot ist heute die Grundlage meines gesamten Mentorings. 💫

Und das eben nicht, weil ich einen großen Plan hatte, sondern weil ich einen kleinen Schritt gemacht habe ... und alles andere sich dann gezeigt hat.

So funktioniert es meistens. Nicht: erst alles wissen, dann anfangen. Sondern: anfangen, und durch die Umsetzung immer klarer werden. Klarheit entsteht durch Bewegung, nicht durch intensives Nachdenken.

Ich erinnere mich noch genau, wie sich der Moment angefühlt hat, in dem ich gespürt habe: Das ist es. Nicht weil ich alles gewusst hätte, sondern weil ich aufgehört hatte, auf das Wissen zu warten.

Das ist der Moment, den ich mir für dich wünsche. Nicht die perfekte Positionierung. Nicht den finalen Satz. Sondern dieses eine leise Aufatmen, das sagt: Jetzt weiß ich, wo ich anfange. Endlich.

Frag dich also nicht, wie dein Business in fünf Jahren aussieht. Frag dich: Welches Problem löse ich am liebsten? Für wen? Wie? Fang dort an.

Zum Schluss

Ich "entlasse" dich mit genau dieser Frage und sie braucht keine Antwort, sondern nur ehrliche Aufmerksamkeit.

Welche Entscheidung wartet gerade auf dich?

Nicht die große, nicht die nächste wilde Weichenstellung. Die nächste kleine. Das, was als Allererstes umgesetzt werden möchte. 😊

Wenn du merkst, dass du das Sortieren gerade nicht alleine machen möchtest, bin ich dafür da. In meinem Newsletter unaufgeregt entsteht genau dafür ein Raum: für Coaches, die Klarheit suchen, nicht noch mehr Lautstärke.

Den Anmeldelink findest du weiter unten. ⤵️

unaufgeregt

Der Newsletter, der nicht performt.

Kein wöchentlicher Tipp-Dump, keine Countdown-Timer &kein Freebie, das dich anlockt.

Stattdessen: ein Denkraum. Für Coaches, die Klarheit suchen und eben nicht noch mehr Lautstärke.

Ich schreibe dir donnerstags. Ehrlich, direkt, manchmal auch unbequem. Und ich stelle dir eine Frage, auf die du wirklich antworten darfst.

Zu "unaufgeregt" anmelden