Bücherstapel neben einer Couch auf dem eine durchsichtige Glasflasche mit Streichhölzern steht

Du kannst nicht nicht verkaufen - also lass uns drüber reden

Allein das Wort macht wahrscheinlich schon was mit dir, oder? Nicht weil du nicht weißt, dass du es irgendwie müsstest (das weißt du wahrscheinlich nur zu gut), sondern weil es sich trotzdem und trotz allem, was du dazu schon gelesen und gehört hast, irgendwie noch falsch anfühlt. Aufgesetzt, zu viel und einfach nicht nach dir.

Und dann kommt irgendwann dieser Gedanke, der so verlockend klingt: "Vielleicht hilft ein Skript, oder wenigstens irgendein Leitfaden, an dem ich mich langhangeln kann. Ich könnte mal über Funnels nachdenken, weil die das Verkaufen dann für mich übernehmen und ich diesen ganzen "aktiven" Teil vielleicht sogar komplett vermeiden kann." Ich habe das alles leider durch und ich sage leider, weil ich es damals wirklich als die Lösung gesehen hatte und letztlich hat es die Sache leider nur noch schlimmer gemacht. Ja, ich hatte meine Gliederung, aber es hat sich die ganze Zeit angefühlt hat wie ein Kostüm, das jemand anderem gehört. Nicht nach Sicherheit, die ich mir davon eigentlich erhofft hatte.

In der Podcast-Folge spreche ich darüber, warum das so ist und was wirklich hinter diesem komischen Gefühl steckt. Hier möchte ich einen Schritt weitergehen und dir ein paar Fragen mitgeben, die helfen können, das nicht nur zu verstehen, sondern auch wirklich anzupacken.


Woran merkst du eigentlich, dass etwas noch nicht sitzt?

Bevor wir weitergehen, möchte ich dich nämlich zu einem kleinem Checkin einladen ... nicht als Checkliste, sondern als ehrlicher Blick auf das, was gerade wirklich passiert, wenn du über dein Angebot sprichst.

  • Erklärst du dich jedes Mal ein bisschen anders je nachdem, wer gerade zuhört?
  • Merkst du, dass du dich in Gesprächen über deine Arbeit oft irgendwie rechtfertigst, über-erklärst, oder so lange redest, bis du selbst nicht mehr weißt, wo du eigentlich angefangen hast?
  • Weichst du dem Teil aus, in dem es ums Geld geht? Also redest du lieber noch ein bisschen länger über den Prozess, die Inhalte oder deine Methode, bevor du dann irgendwann (fast schon entschuldigend) den Preis nennst?

Wenn du bei einer dieser Fragen gerade innerlich nickst, dann ist das kein Zeichen dafür, dass du das Verkaufen noch nicht gelernt hast, sondern dass dein Angebot selbst noch nicht wirklich klar ist. Und das ist ein himmelweiter Unterschied, weil das eine ein Technikproblem ist, das andere aber etwas, das noch tiefer sitzt und sich auch deshalb nur tiefer lösen lässt.


Verkaufen ist nicht das Gegenteil von helfen

Ich möchte an dieser Stelle mal kurz Tony Robbins und Joe Dispenza ins Spiel bringen - jetzt völlig unabhängig davon, was du von beiden hältst, weil das hier gar nicht der Punkt ist. Beide verändern nämlich Menschen mit ihren Seminaren, die auch richtig gutes Geld kosten. Das eine schließt das andere überhaupt nicht aus! Ganz im Gegenteil: Inzwischen denke ich sogar, dass ein gewisses Commitment in Form von Geld dabei hilft, wirklich dabei zu bleiben und Dinge ändern zu wollen. Eben weil es einen Unterschied macht, ob ich mich für etwas entschieden habe oder ob ich es einfach mitgenommen habe, weil es gerade kostenlos war.

Das habe ich übrigens vor einigen Wochen sehr konkret selbst erlebt, weil ich meinen privaten Podcast Zuerst Klarheit an fünf Frauen kostenlos rausgegeben habe. Sie waren allesamt Feuer und Flamme, es kam sogar die Frage "hab ich Glück, zu einer der fünf zu gehören?". Aber was soll ich dir sagen: Nun sind einige Wochen vergangen und keine der Frauen hat bislang die wirklich kurzen Folgen angehört, mit dem Workbook gearbeitet und ich hab keinerlei Feedback bekommen, um das es mir aber ursprünglich überhaupt mit diesem "Giveaway" ging. Jede hatte eine nachvollziehbare Erklärung, die ich gar nicht kleinreden möchte ... nur letztlich bleibt das Ergebnis. Who pays, pays attention. Und ich würde sogar noch eine Stufe weitergehen: Du erlaubst im Prinzip jemandem zu bezahlen, damit es besser landen kann, weil sich dann ein Commitment einstellt, das vorher schlicht nicht da war.

Dein Coaching nicht anzubieten ist also auch eine Entscheidung. Nur ist die weder mutig, noch verändert sie das Leben deiner Seelenkundin. Und dein Angebot kann niemanden verändern, wenn du sie nicht dazu einlädst.


Was Klarheit eigentlich verändert & was nicht

Klarheit ist nicht: Du weißt, was du anbietest, und schreibst es dann irgendwo auf. Klarheit ist eher ein Zustand, in dem du weißt, wem du hilfst, was sich durch deine Arbeit verändert und warum genau du diejenige bist, die das begleitet. Und in dem all das so verinnerlicht ist, dass du nicht mehr nach Worten suchen musst, weil dich die Worte finden.

Der Unterschied macht sich im Alltag manchmal an ganz kleinen Dingen bemerkbar: An dem Gespräch auf dem Netzwerktreffen, bei dem du auf einmal merkst, dass du keine drei Anläufe brauchst, um zu erklären, was du tust. An dem Post, der einfach rausgeht, ohne dass du ihn dreimal umgeschrieben hast, weil er sich endlich nach dir anfühlt. An dem Moment, in dem jemand fragt, was du machst und du antwortest, ohne innerlich kurz die Luft anzuhalten.

Das klingt vielleicht klein. Aber wenn du mal drin warst in diesem Zögern (und ich vermute, du kennst es) dann weißt du, dass es sich überhaupt nicht klein anfühlt.

Und jetzt die Frage, die ich dir wirklich mitgeben möchte:

Woran würdest du in deinem ganz konkreten Alltag merken, dass dein Angebot sitzt?

Nicht was sich dann verändert, sondern woran du es spüren würdest, morgen, in einem echten Gespräch?


Was du jetzt tun kannst, ohne alles auf einmal lösen zu müssen

Ich sage das, weil ich weiß, wie verlockend es ist, an dieser Stelle gleich ganz tief reinzugehen: ins Money Mindset, in die Kindheitsprägungen, in alles, was da vielleicht noch drunter liegt. Das hat seinen Platz, und ich spreche im Podcast auch darüber, weil es eben ein echter Teil davon ist. Aber es muss nicht alles auf einmal sein, und es muss auch nicht der einzige Einstiegspunkt sein.

Was du stattdessen tun kannst, ist schlicht und ergreifend erstmal hinschauen und benennen, was du gerade spürst, wenn du an dein Angebot denkst oder darüber redest. Ist es die Angst, zu viel zu wollen? Das Gefühl, zu wenig wert zu sein? Die Sorge, dass jemand Nein sagen könnte und was das dann über dich aussagen würde?

Du musst das jetzt nicht lösen. Aber es benennen darf sich lohnen, weil manchmal macht das Türen auf, hinter denen dann die eigentliche Klarheitsarbeit wartet und die ist, ehrlich gesagt, viel zugänglicher als wir oft denken, weil sie nicht beim Mindset anfängt, sondern beim Angebot selbst. Bei der Frage: Für wen ist das wirklich? Was verändert sich danach konkret? Und was macht es aus, dass ich diejenige bin, die das begleitet?

Wenn du merkst, dass du auf diese Fragen gerade keine wirklich klare Antwort hast oder dass die Antwort jedes Mal ein bisschen anders klingt, dann ist das dein Einstiegspunkt. Nicht Mut üben oder mehr verkaufen. Sondern erstmal klarer werden.


Wie es sich anfühlt, wenn das sitzt

Irgendwann kommt ein Moment, in dem du merkst, dass du in einem Gespräch über dein Angebot einfach da bist. Ganz ohne Anspannung vorher, ohne Erleichterung danach, weil es sich nicht mehr nach einer Hürde angefühlt hat, sondern nach einem ganz normalen, ruhigen Gespräch zwischen zwei Menschen, bei dem du weißt, was du anbietest, wem es hilft und was es kostet. Und das alles einfach so rauskommt, weil es aus dir kommt und nicht irgendwie auf dich draufgesetzt wurde. Ein stilles ach so, so fühlt sich das also an ... Mensch, schön. Ohne Feuerwerk oder Trompeten. Einfach normal.

Wenn du merkst, dass genau das gerade dein Thema ist und du es nicht länger allein sortieren möchtest, begleite ich dich in Stimmig sichtbar, meinem 4-Wochen-1:1-Mentoring, dabei, dein Angebot und deine Botschaft so zu klären, dass sich das hier oben Beschriebene nicht mehr wie ein ferner Wunsch anfühlt, sondern wie eine reelle Möglichkeit.

Und wenn du erstmal in Ruhe reinhören möchtest, was Klarheit in einem Business wirklich bedeutet, ist mein privater Podcast Zuerst Klarheit der richtige Einstieg - mit wenigen, kurzen Folgen und einem Workbook, das dich wirklich durch die Fragen führt.

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Stattdessen: ein Denkraum. Für Coaches, die Klarheit suchen und eben nicht noch mehr Lautstärke.

Ich schreibe dir donnerstags. Ehrlich, direkt, manchmal auch unbequem. Und ich stelle dir eine Frage, auf die du wirklich antworten darfst.

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