Warum Sichtbarkeit sich schwer anfühlt
Einstieg
Wenn mehr Sichtbarkeit für dein Coaching-Business gerade eins deiner Ziele ist oder aber genau der Punkt, an dem du gerade die größten Probleme hast, dann ist diese Folge genau richtig für dich.
Denn wir gucken uns das Thema mal von einer etwas anderen Perspektive an.
Das heißt, du wirst jetzt hier keine Content-Tipps finden, auch keine Empfehlungen zu den allerbesten Content-Arten oder Hacks fürs Nervensystem, sondern wir wollen nochmal eine Ebene tiefer gehen, die erklärt, warum Sichtbarkeit schwer bzw. nur schwer durchhaltbar ist für dich.
Wenn Motivation nicht reicht
Du kennst es sicherlich auch:
Du hast unfassbaren Willen und die Intention, tatsächlich sichtbar zu werden oder sichtbar zu bleiben. Du bist vielleicht voller Motivation und Inspiration gestartet, hast einen ganzen Content-Eimer voll und seitenweise Themen aufgeschrieben, mit denen du drei Jahre lang sichtbar sein könntest.
Und trotzdem erreichst du irgendwann den Punkt, wo es mühsam ist.
Vielleicht kommt nicht das Feedback.
Vielleicht dauert die Contenterstellung viel zu lange und du investierst 10 bis 15 Stunden pro Woche in deinen Instagram-Account - und es laugt dich einfach nur noch aus.
Oder das Leben kommt dazwischen.
Oder im Coaching-Business sind Dinge plötzlich wichtiger.
Dann kommst du nicht nur raus aus dem Rhythmus, sondern du gibst auf und denkst:
"Okay, ich mach's einfach zu einer anderen Gelegenheit nochmal neu."
Und dann:
"Ich kann vielleicht auch nochmal mein Profilbild überarbeiten und die Bio anpassen. Ach, das mache ich später."
Und später ist dann vielleicht ein paar Wochen später.
Oder ein paar Monate später.
Und der Neustart dauert umso länger.
Vielleicht fühlst du dich sogar ein bisschen schlecht oder schuldig, weil du denkst:
"Ich habe doch nicht nur mir vorgenommen, sichtbar zu sein - ich habe es doch auch allen gesagt."
Mit dir ist alles in Ordnung
Ich kann dich beruhigen:
Dass du nicht sichtbar geblieben bist oder dass sich Sichtbarkeit für dich mühsam anfühlt, hat nichts mit mangelnder Disziplin oder mangelndem Durchhaltevermögen zu tun.
Mit dir ist alles in Ordnung.
Es geht auch nicht darum, dass du bloß noch nicht die richtigen Content-Arten gefunden hast.
Meiner Meinung nach liegt es daran, dass die Art der Sichtbarkeit nicht zu dir passt.
Gerade sensible Coaches, die in einer besonders tiefen Verbindung zu sich stehen, können sich nicht lange in ein Format oder in ein Schema von jemand anderem pressen, das schlicht und ergreifend nicht zu ihnen passt.
Drei Kriterien für stimmige Sichtbarkeit
Es gibt drei Gründe bzw. drei Kriterien, die erfüllt sein dürfen, damit Sichtbarkeit sich leicht anfühlt, damit du Freude hast und nicht vor dem Cursor oder vor dem Display deines Handys sitzt und denkst:
"Was soll ich denn heute wieder posten?"
Diese drei Kriterien bauen aufeinander auf.
Reflektiere gern für dich:
Wo ist gerade dein größter Hebel?
1. Innere Stimmigkeit (Kongruenz)
Der erste Punkt ist die innere Stimmigkeit - die Kongruenz.
Das bedeutet: Dein Innen stimmt nicht mit deinem Außen überein.
Du gehst vielleicht mit Content nach draußen, der vermeintlich funktionieren sollte, weil irgendjemand gesagt hat, das ist der neueste Trend, das funktioniert im Coaching-Markt oder für dein Human-Design-Profil oder dein Sternzeichen.
Aber trotzdem passt es nicht zu dir.
Vielleicht transportierst du dich nicht.
Vielleicht sind deine Werte und Überzeugungen nicht spürbar.
Vielleicht versteckst du dich zu sehr hinter deinen Worten.
Das Innere kommt nicht nach draußen.
Du wirst nicht gespürt.
Und gleichzeitig darf dein Content auch relevant sein für denjenigen am anderen Ende.
Warum sollte sich jemand gerade für das interessieren, was du zu sagen hast?
Content, der nicht mit dir im Inneren vereinbar ist, wird sich immer schwer anfühlen.
Weil er nicht echt ist.
2. Deine Linie ist nicht klar
Der zweite Punkt baut darauf auf: Deine Linie ist nicht klar.
Vielleicht springst du zwischen Themen.
Dein Pinterest-Board ist voll.
Dein "Gespeichert"-Ordner auf Instagram platzt aus allen Nähten.
Du hast Themen ohne Ende - aber sie springen wild hin und her.
Es geht nicht darum, dass du keine Ideen hast.
Ganz im Gegenteil.
Aber sie springen nicht stimmig und logisch aus deinem Angebot heraus.
Und wir sind ja nicht nur aus Spaß an der Freude auf Instagram.
Gerade wenn es darum geht, uns verletzlich zu zeigen.
Es hat ein Ziel.
Dein Coaching-Business und du dürfen miteinander verschmelzen, sodass Inhalte entstehen, die helfen zu verstehen:
• Wer bist du?
• Was tust du?
• Wofür steht dein Angebot?
• Was erwartet mich dort?
Wenn diese klare Linie spürbar ist, entkommst du der Falle der Beliebigkeit.
Und wirst automatisch unverwechselbar.
3. Der Rahmen passt nicht zu dir
Der dritte Punkt ist der, an dem die meisten ansetzen:
Content und Strategie. Der Rahmen, der dem Ganzen Ordnung gibt.
Hier geht es um:
• Content-Strategie
• Rhythmus
• Struktur
Viele sind aber genau durch diesen Rahmen ausgelaugt, weil er nicht zu ihnen passt.
Er ist zu laut.
Zu oft.
Zu viel.
Nicht im Einklang mit ihrem Rhythmus.
Sichtbarkeit an sich ist schon raus aus der Komfortzone.
Wenn du dann auch noch Content machen sollst, der extrem außerhalb deiner Komfortzone liegt, ist das - wie man so schön sagt - ein "Recipe for Disaster".
Das führt dazu, dass du dich zurückziehst.
Sichtbarkeit ist schon mutig genug.
Das, womit du dich zeigst, darf hundertprozentig zu dir passen.
Und dieser Inhalt darf dann einen Rahmen haben, der ihn hält.
Du musst nicht fünfmal pro Woche posten.
Du musst nicht dreimal täglich in Stories sein.
Finde einen Rahmen, der zu deinem Leben passt.
Die Reihenfolge ist entscheidend
Der erste Schritt ist nicht Strategie.
Der erste Schritt ist innere Stimmigkeit.
Die kommt vor der klaren Linie.
Und vor dem Content.
Frag dich:
Wo ist gerade dein größter Hebel?
Was könntest du daran konkret verändern?
Vielleicht ist es nur eine Kleinigkeit.
Und selbst wenn du noch nicht weißt, wie - allein das Bewusstsein für diese drei Ebenen kann dich durchatmen lassen.
Mit dir ist nicht nur nichts falsch.
Es ist alles in Ordnung.
Du darfst es nur aus einer anderen Perspektive betrachten.
Einladung
Wenn du diese Themen nicht nur verstehen, sondern wirklich für dich klären möchtest, lade ich dich in meinen Newsletter ein.
Er heißt "unaufgeregt" - und das hat seinen Grund.
Dort geht es um einfache, unaufgeregte Impulse.
Unaufgeregtes Marketing.
Und um einen Raum, in dem Community möglich ist.
Ein Denkraum für sensible Coaches, die Klarheit suchen - nicht noch mehr Lautstärke.
Ich teile Gedanken, die nachwirken.
Ich stelle ehrliche Fragen.
Und es geht um Austausch, nicht um Performance.
Natürlich gibt es auch Angebote.
Aber sie stehen nicht im Vordergrund.
Wenn dich das anspricht, findest du alle Infos in den Show Notes.
Ich wünsche dir, dass du Sichtbarkeit anders wahrnimmst, anders anschaust und anders angehst.
Und dann bin ich sicher, ist das Ziel, sichtbarer zu werden, deutlich erreichbarer, als du denkst.
So schön, dass du da warst.